Weihnachten im Norden: Finnischer Dattelkuchen mit Zimtsahne

Die letzte Runde der Post aus meiner Küche lief ja unter dem Motto "Lasst uns froh und lecker sein" und wie schon in den letzten Runden gab es ein Rezept, das mir gleich einfiel, als ich das Motto las. Dieses Mal war es ein Rezept, das ich vor vielen, vielen Jahren von Eeva bekommen habe. Eeva kam aus Finnland, und ging für ein Jahr mit mir gemeinsam auf die Schule. Es war ein tolles Jahr mit Eeva, in der 11. Klasse, wir waren eine klasse Clique in dieser Zeit und haben unglaublich viel miteinander unternommen.

Unter anderem haben wir vielen Male mit unserer Clique gekocht. Jedes Mal ein Drei Gänge-Menü bei jemand anderem. Das erste Mal bei Eevas Gasteltern und ich weiß sogar noch, das Eeva ein Hähnchen Risotto kochte. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob es den Dattelkuchen als Nachtisch gab, dessen Rezept ich seit damals handgeschrieben von Eeva in meiner Rezeptsammlung habe. Ich habe es schon häufig gemacht, bin aber bis heute noch nicht dahintergestiegen, warum es in Finnland zu Weihnachten einen Dattelkuchen gibt.
Aber es ist auch egal, warum man in Jyväskylä, wo Eeva herkam, einen Kuchen mit Datteln backt, denn er ist so lecker und saftig, dass man sich gut vorstellen kann, wie er im finnischen Winter, irgendwo in den weiten Birkenwäldern vor einem knisternden Kamin schmeckt. Auf jeden Fall köstlich!

Und damit ihr euch auch in eurer Vorstellung in die Wälder Finnlands versetzen könnt, kommt hier das Rezept, es reicht für ca. 12 bis 15 Weckgläser 140 ml oder eine 20x20 cm-Brownieform:

175 g Datteln (ohne Kerne)
2 dl Wasser
200 g Butter
2 Eier
135 g Zucker
100 g saure Sahne
1 El Vanillezucker
2 Tl Natron
250 g Mehl
Die Datteln im Wasser kochen, bis sie weich sind. Dann die Butter zugeben, bis diese geschmolzen ist.

In einer anderen Schüssel die Eier mit dem Zucker anschlagen, danach die saure Sahne untermischen und danach die restlichen Zutaten.

Danach die Dattel-Butter-Mischung dazugeben und alles gut durchmischen.

Den Teig nun in die gefetteten und gemehlten Weckgläser (etwa halb bis dreiviertel füllen) oder in die Form geben und eine halbe Stunde bei 175°C Ober-/Unterhitze backen.

Dann die Temperatur auf 160°C Ober-/Unterhitze runterstellen und eine weitere halbe Stunde backen.

Die Kuchen in den Weckgläsern sofort mit Gummi und Decker verschließen (sollte der Kuchen über den Rand hochgebacken sein, einfach runterdrücken), dann hält sich der Kuchen wochenlang. Bei mir allerdings maximal zwei, dann war er aufgegessen ;-)

In der Form auskühlen lassen. Und ab bestem mit etwas Zimtsahne genießen (dafür 200 g   Naturjoghurt mit 1 El Zimt und 75 g Puderzucker mitschen und dann 200 g geschlagene Sahne unterheben).

Und reicht das immer noch nicht, dann habe ich hier noch ein Bild der endlosen weiten Wälder und Seenlandschaften Finnlands für euch:

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