Ein Kuchen wie ein Regenbogen... {Regenbogenkuchen}

... oder wie mir die Schwerkraft einen Strich durch die Rechnung machte. So könnte dieser Post auch betitelt werden, denn heute zeige ich euch ein kleines Küchendesaster. Dabei hatte ich mir alles soooo schön vorgestellt...

Aber mal von vorne: Wenn das wilde Patenkind 7 wird, braucht's schon einen besonderen Kuchen. Denn das wilde Patenkind ist nicht alles, neiiiiin. Cakepops? Nö, viiiiiel zu süß. Hello Kitty-Muffins? Naja, die Esspapier-Hello Kittys obendrauf waren o.k., der Rest, naja... Es musst also was besonderes sein, was sie vom Hocker haut. Die Idee: ein Regenbogenkuchen! Yippie, dazu noch ein Geschenk, mit dem ich ganz bestimmt nicht falsch liege, das sollte doch klappen!

Also ging ich auf Rezeptsuche und wurde ziemlich schnell bei Dani Klitzeklein fündig. Ihr Vanille-Rührkuchen schien mir eine prima Basis zu sein, alle Zutaten waren im Haus, ich konnte also loslegen. Es wurde gerührt und gemischt, um dann den Teig auf sechs Schüsselchen zu verteilen. Jede Schüssel wurde eine Farbe, die ich dann sorgsam mit einen Spritzbeutel in eine Bundform gespritzt habe. Es sollten sich ja keine Farbe schon beim Einfüllen mischen.

Der Kuchen kam dann aus dem Ofen und sah schon richtig toll aus, schnell noch Zuckerguss drauf und ab ging's zum Patenkind. Und das wilde Patenkind war schon vom Zuckerguss richtig angetan! Immerhin, besser als die Cakepops...
Beim Anschneiden kam dann aber die Ernüchterung. Die Farben blieben nicht in einer Schicht sondern das Grün ist nach unten gelaufen. Ooooooooooooohhhhhhhhh nein!!! Das war's dann wohl mit dem Regenbogen :-(

Aber das wilde Patenkind wäre nicht auch das beste Patenkind der Welt, wenn das nichts gemacht hätte. Es war sogar so begeistert, dass es auf meinen Vorschlag, den Rest Kuchen am nächsten Tag mit in die Schule zu nehmen, sagt: "Und dann erzähl ich allen, dass meine Patentante ganz toll bakcen kann!" Hach....

Jetzt will ich euch aber nicht vorenthalten, was ich das zusammengerührt habe. Für eine Bundform benötigt ihr:

250g Butter in Zimmertemperatur
200g Zucker
1 TL Vanille-Extrakt (ich hab hier mal großzügig zwei TL genommen...)
4 Eier
1 Prise Salz
100g Speisestärke
200g Mehl
1 Packung Backpulver

Butter, Zucker und Vanille-Extrakt schaumig schlagen.

Die Eier dann trennen, die Eigelb mit der Milch zur Butter-Zucker-Vanille-Mischung geben und gut mischen. Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen.

Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und zur Butter-Zucker-Vanille-Eigelb-Milch-Mischung sieben. Zu guter letzt den Eischnee unterheben.

Jetzt kommt die Färbung: Je nachdem, wie viele Farben ihr haben wollt, müsst ihr den Teig teilen. Ich glaube, bei mir waren es für die 6 Farben jeweils ca. 150 Gramm pro Farbe. Diese habe ich dann mit Gelfarben eingefärbt, ich habe Gelb, Orange, Pink, Lila, Blau und Grün genommen.

Die einzelnen Farben habe ich wie oben beschrieben mit einem Spritzbeutel in eine gebutterte und gemehlte Bund- oder Kranzform gespritzt, angefangen mit Gelb. (Das würde ich das nächste Mal anders herum machen, weiß aber immer noch nicht, ob die Farben dann nicht verlaufen...).

Das ganze kam dann bei 175°C Ober-/Unterhitze in den Ofen, für etwa eine Stunde. Ich hab nach ca. 45 Minuten das erste Mal eine Stäbchenprobe gemacht und den Kuchen dann nach etwa 55 Minuten rasugenommen. Dann etwas abkühlen lassen und dann den Rand öffnen.

Tja, auf den Fotos seht ihr, dass das mit dem geplanten, schönen Regenbogen nix geworden ist. Es wurde eher ein Papagaien-Kuchen. Egal, das wilde Patenkind war begeistert und geschmackt hat er auch!

Ich werde mich aber auf jeden Fall noch mal an einen Regenbogen-Kuchen machen. Und zwar an einen, der in einem Stück gebacken wird. Einzelne Böden backen und aufeinander stapeln, ich weiß, das geht auch. Aber ich will das in einem Stück schaffen. Habt ihr Tipps?

P.s.: Und für euch BLOGST'lerinnen und BLOGST'ler hier noch ein Bild des Geburtstagsgeschenk:

Geschirrtuch und Tortenplatte: H&M Home
Einhorn: IKEA

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